Rahmenvereinbarung mit dem Bundessozialamt  
 

Das Behinderten-Gleichstellungspaket regelt das Vorgehen bei Konflikten zwischen Menschen mit Behinderungen einerseits und Unternehmen bzw. Institutionen andererseits. Fühlt sich ein(e) behinderte(r) Kund(in) durch eine Barriere vom Zugang abgehalten oder sieht sich ein(e) behinderte(r) Bewerber(in) oder Mitarbeiter(in) bei der Anstellung, in der Karriere, bei Schulungen oder bei Kündigung schlechter behandelt als andere, kann ein 'Anbringen' beim Bundessozialamt gestellt werden.

Wie komme ich als Mediator/Mediatorin auf die Liste von 'Mediation ohne Barrieren' bzw. des Bundessozialamts?

1. Überlegen Sie, ob dieses Feld für Sie geeignet ist. Sie haben einerseits mit Unternehmerinnen und Unternehmern zu tun, andererseits mit behinderten Menschen. Beide Seiten haben ihre spezifischen Interessen, pflegen eine andere Sprache, haben Anforderungen an die Kommunikation, die Sie vielleicht in Ihrer MediatorInnenausbildung nicht vermittelt bekommen haben. Wenn die Behinderung eine Kommunikationsbarriere darstellt (Sehvermögen, Gehör, Verständnis), dann sind Ihre Kenntnisse, auch technischen Vorrichtungen gefordert, um diese Barrieren zu überwinden.

'Mediation ohne Barrieren' sammelt dazu Literatur, veranstaltet selbst oder weist auf Seminare anderer Veranstalter hin, die dies vermitteln.

2. Füllen Sie die Interessensmeldung aus und schicken Sie diese an 'Mediation ohne Barrieren'. Der Verein übermittelt diese Meldung dem Bundessozialamt.

3. Sie bekommen vom Verein dann auch den Rahmenvertrag (Muster des Rahmenvertrags) zugeschickt mit der Bitte, diesen direkt an das Bundessozialamt per Post oder Fax zu übermitteln.
Mit diesem Rahmenvertrag stimmen Sie der Einhaltung der Richtlinien des Sozialministeriums und der Ethikrichtlinien des 'Netzwerks Mediation' zu. Weitere Erläterungen finden Sie in der Info für MediatorInnen des Bundessozialamts.

Ablauf einer Schlichtung bzw. Mediation gem BGStG

Aufgrund des Anbringes wird eine Schlichtung anberaumt. Im Rahmen der Schlichtung ist Mediation durch externe MediatorInnen vorzuschlagen. Diese Mediation wird aus dem Bundesbudget bezahlt.

Die Beauftragung der Mediation erfolgt durch die Landesstellen des Bundessozialamts an Mediatorinnen und Mediatoren, mit denen ein Rahmenvertrag besteht.

Das Bundessozialamt hat dazu alle in der BMJ-Liste zu diesem Zeitpunkt eingetragenen MediatorInnen im Dezember 2005 über MediatorInnenvereine sowie im Mai 2006 per email angeschrieben.

Um beauftragt zu werden, sind die Richtlinien des Sozialministeriums sowie die Ethikrichtlinien des 'Netzwerks Mediation' einzuhalten.

Zu den allgemeinen Fragen hat das Bundessozialamt ein Informationsblatt erstellt.

Rahmenvereinbarung mit dem Bundessozialamt:

Email des Bundessozialamts vom 16.5.2006
Beilage 1 Richtlinien
Beilage 2 Rahmenvereinbarung
Beilage 5 Ethikrichtlinien
Info für MediatorInnen

Gesetzliche Grundlagen:

Behinderten-Gleichstellungsgesetz 2005 (Gesetzestext)
bmsg Richtlinien für die Mediation
Bundessozialamts-Adressen

Publikationen zum Behinderten-Gleichstellungsgesetz:

Mediation im Behinderten-Gleichstellungsgesetz (OeZIV-Zeitung)
Warum Mediation vor der Klage? (BIZEPS Info Online 1.11.2005)
Konfliktlösung durch Wirtschaftsmediation
im Behindertengleichstellungsgesetz (BIZEPS Info Online 31.10.2005)

Qualifizierung und Schulung
für Mediation ohne Barrieren:

-> WORKSHOPS in Wien und Salzburg ab April 2006 <-

Präsentation am 25.11.2005

ausführliche Beschreibung

Beschreibung des 1.Moduls (Basis)

Ablauf der Mediation im BGStG

Mediation mit behinderten Menschen-Besonderheiten

Diplomarbeit Dagmar Mayr-Mattel

ZIELE DES VEREINS <-> Organisationsgrad


Arbeitspapiere und Protokolle:

Stimmungsprotokoll: Ablauf-festgehalten von Dagmar Rossbacher
Ergebnisse in Stichworten, Zusammensetzung der Arbeitsgruppen
gesammelte Flipchartprotokolle vom 1.10.2005
"Organisation": eine Zusammenstellung der fünf Arbeitsgruppen zu unserer eigenen Organisation

Bewerbung als Anwalt
für Gleichbehandlungsfragen
für Menschen mit Behinderungen
(16.12.2005)

s/Bewerbung_Adler.pdf">Bewerbung als Anwalt
für Gleichbehandlungsfragen
für Menschen mit Behinderungen
(16.12.2005)